Diese Seiten beschäftigen sich vordergründig mit unseren Lieblingsreisezielen.
 
Wie man an der Elch-Trophäe unschwer erkennen kann, gehören wir auch zu denen, die mit dem Nordland-Fieber infiziert sind. Daher ist das Thema „Skandinavien“ auch Hauptinhalt meiner Web-Seiten.
Hierzu existiert aber eine eigenständige Adresse:


  --> www.abisko.de
 
;-)
 
 
Immer wieder begeistert hat uns auch
die Insel
 --> Rügen,
wegen ihrer landschaftlichen Vielfalt.
 

Die Segnungen der ungehemmten Marktwirtschaft machen einem aber auch hier zunehmend das Leben schwer! Warum stehen mitten im Wald (unter Umständen 5 km vom nächsten Haus entfernt) Parkscheinautomaten? Warum wird „Eintritt“ kassiert, wenn man sich eigentlich doch nur die Natur ansehen möchte. In Skandinavien wäre so etwas übrigens unvorstellbar! Zum Beispiel am Königsstuhl, dem wohl berühmtesten Kreidefelsen Rügens, ist – wie an anderer Stelle auch – keinerlei Gegenleistung für das hohe Eintrittsgeld zu erkennen. Treppen und Sicherheitsgeländer sind seit Jahrzehnten unverändert. Früher nannte man so etwas wohl Wegelagerei. Ein anderes besonders ärgerliches Beispiel ist die Abzockerei am Kap Arkona – eigentlich unserer Lieblingsecke auf Rügen. Parken vor dem Ortseingang Puttgarten: 3,- €. Man möchte Ruhe haben im Luftkurort, weshalb wohl hauptsächlich auch der Campingplatz am anderen Ende des Ortes (also den Leuchttürmen zugewandt) weichen musste. Dann heißt es: ein paar Kilometer wandern, wogegen überhaupt nichts zu sagen ist. Wer allerdings nicht so gut zu Fuß ist, oder vom Regen überrascht wird, muss sich (gegen gutes Geld selbstverständlich) mit der „Arkona-Bahn“ zu den Sehenswürdigkeiten bzw. zurück zum Parkplatz karren lassen.

 

Und die Sehenswürdigkeiten haben es schon in sich. Da wären zunächst die beiden Leuchttürme am Kap Arkona (gegen Eintrittsgeld zu besichtigen). Dann vor allem die Tempelburg des Svantevit, dem letzten großen Heiligtum der Nordwestslawen, ein Bodendenkmal mit Funden aus der Zeit von 850 bis 1168. Im Volksmund wird sie Jaromarsburg genannt, nach Jaromar I. (gest. 1218), einem der letzten slawischen Fürsten. Und hier wird es nun besonders dreist! Seit dem Sommer 2002 wird auch hier Eintritt kassiert! Das hat sich seit dem 14. Juni 1168, dem Tag, an dem die Burg durch Dänenkönig Waldemar I. und Bischof Absalon von Roskilde als seinem Feldherrn erobert wurde, niemand mehr getraut!!! Aber die schon einmal gepriesene freie Marktwirtschaft macht alles möglich. Im benachbarten Peilturm (Eintritt) wurde eine Ausstellung zu den Ausgrabungsergebnissen in der Burg begonnen. Weiter geht es an der Küste entlang zu dem unter Denkmalschutz stehenden Fischerdorf Vitt. Ein Wunder, dass am Ortseingang noch keine Kasse steht – das kommt aber bestimmt auch noch. Hier sollte man nicht versäumen, unten am kleinen Hafen den frisch geräucherten Fisch zu verkosten. Der Rotbarsch ist besonders zu empfehlen! Auch die Gaststätte „Zum goldenen Anker“ ist einen Besuch wert. Die Ausstattung ist interessant und das Essen gut. Der Weg zurück führt durch den Ort, dann rechts hinauf zur Kapelle von Vitt. Diese wurde, wie auch der alte Leuchtturm von 1827, von Karl Friedrich Schinkel entworfen. Dann geht es durch frischen Wind und Lerchengesang zurück nach Puttgarten und der ganze Ärger ist vergessen.
Wer den nördlichsten Punkt Rügens (und damit Ostdeutschlands) sucht, muss bei den Leuchttürmen nach links der Küste folgen und gelangt nach ca. 1 km zum Gellort. Unten, an dem für diesen Küstenabschnitt erstaunlich breiten Ufer, liegt der Sieben­schneiderstein (61 m3, 165 t), der drittgrößte Findling Rügens.


 
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